Vom barocken Kloster über den Jugendstil bis zur modernen Architektur der 1950er – der Blumenhof in Pforzheim ist ein Ort mit vielschichtiger Geschichte. Wie der Dreiflüssebrunnen, das Barfüßerkloster und markante Verwaltungsbauten über die Jahrhunderte das Stadtbild geprägt haben, zeigt dieser historische Rückblick.
Blumenhof in Pforzheim – Historischer Wandel eines Stadtquartiers
Der Blumenhof im Zentrum Pforzheims ist weit mehr als nur ein Platz mit Sitzgelegenheiten und Durchgangswegen – er ist ein Ort mit historischer Tiefe, architektonischer Vielfalt und städtischem Wandel.
Bereits um das Jahr 1270 begann hier der Bau des Franziskaner- oder Barfüßerklosters. Diese Klosteranlage prägte das Viertel jahrhundertelang. Der heute noch bekannte Name „Barfüßergasse“ erinnert daran. Das Kloster brachte zwei bedeutende Gelehrte hervor: Konrad Pellikan und Sebastian Münster. Nach der Zerstörung 1689 nutzten verschiedene Religionsgemeinschaften die verbliebenen Gebäudeteile.
Im frühen 20. Jahrhundert dominierte das großherzoglich-badische Bezirksamt das Gebiet. 1903 im Jugendstil errichtet, galt es als erstes badisches Staatsbauwerk dieser Art. Der Bruchsaler Bezirksbauinspektor Emil Lang ließ sich vom Rathaus in Basel inspirieren. Künstler wie Hellmuth Eichrodt aus Karlsruhe verliehen dem Gebäude mit Wandmalereien besonderen Ausdruck.
1935 wurde mit dem Dreiflüssebrunnen ein neuer Akzent gesetzt. Gestiftet von Fabrikant Eberhard Wieland, symbolisieren drei Figuren die Flüsse Enz, Nagold und Würm – ein Werk