Das Pforzheimer Stadttheater blickt auf über 200 Jahre Theatergeschichte zurück und gilt heute als wichtigste Kultureinrichtung der Region. Vom historischen Saalbau bis zum modernen Neubau am Waisenhausplatz – ein Ort für Theater, Oper, Ballett und Philharmonie.
Pforzheim – Die Geschichte des Theaters in Pforzheim beginnt bereits im Jahr 1803 mit dem Bau eines Komödienhauses für fahrende Künstler. 1885 gründete sich ein Theaterverein, der den Bau eines eigenen Theaters vorantrieb und einen Theaterfonds einrichtete. Im Jahr 1900 wurde der „Saalbau“ in der Jahnstraße als eindrucksvoller Repräsentationsbau eröffnet.
1933 nahm das Pforzheimer Theater mit dem neu gegründeten Sinfonieorchester unter Kapellmeister Hans Leger eine entscheidende Entwicklung: Oper, Schauspiel und Orchester wurden in einem Drei-Sparten-Theater vereint. 1935 entschied der Gemeinderat, das Stadttheater, bisher als Privattheater geführt, in die Stadtverwaltung zu integrieren.
Nach dem Zweiten Weltkrieg begann der Theaterbetrieb bereits 1945 wieder – allerdings zunächst in wechselnden provisorischen Spielstätten. 1947 wurden Schauspiel, Orchester und Kammeroper zum Stadttheater Pforzheim zusammengeschlossen. Die Osterfeldschule diente von 1948 bis 1990 als provisorische Bühne.
1990 konnte der heutige Theaterbau am Waisenhausplatz eröffnet werden. Der moderne Neubau, entworfen von Architekt Bodo Fleischer, bietet zwei Spielstätten: Das Große Haus mit 511 Sitzplätzen und das flexibel gestaltbare Podium mit bis zu 193 Plätzen.