Längste Freileitungsspannweite Deutschlands überspannt Eyachtal
Im nördlichen Schwarzwald befindet sich mit 1.444 Metern die größte Spannweite einer Freileitung in Deutschland.
Die längste Spannweite einer Freileitung in Deutschland befindet sich in Baden-Württemberg. Sie ist Teil der Anlage 615 und überspannt das Eyachtal bei Dennach mit einer Länge von rund 1.444 Metern zwischen zwei Masten. Damit erreicht sie einen bislang unerreichten Wert im deutschen Freileitungsbau.
Die Eyachtal-Überspannung liegt im nördlichen Schwarzwald in unmittelbarer Nähe von Neuenbürg. Die Trasse verläuft zwischen den Masten 15 und 16 der Anlage 615 und verbindet die Energieinfrastruktur zwischen Calmbach, Neuenbürg und Straubenhardt. Aufgrund ihrer Dimensionen prägt die Leitung sowohl technisch als auch landschaftlich das Tal.
Die außergewöhnliche Spannweite stellte hohe Anforderungen an Planung und Bau. An beiden Talrändern wurden freistehende Stahlfachwerktürme errichtet, die jeweils etwa 70 Meter hoch sind. Die topografischen Gegebenheiten des Schwarzwalds ermöglichten es, die Masten trotz der großen Spannweite niedriger auszuführen als bei vergleichbaren Querungen großer Flüsse. Die Leiterseile wurden so ausgelegt, dass Durchhang, Windlasten und Vereisung auch über die gesamte Distanz sicher beherrscht werden.
Mit ihrer Spannweite übertrifft die Eyachtal-Überspannung alle anderen Freileitungsspannfelder in Deutschland. Sie gilt als Rekordhalter und dient als Referenzprojekt für große Talquerungen. International existieren größere Spannweiten, innerhalb Deutschlands markiert diese Anlage jedoch den derzeitigen