Ein Selbstbehauptungskurs in Pforzheim zeigt: Sicherheit beginnt mit Wissen, Mut und klaren Grenzen. Acht Mädchen lernten, wie sie in schwierigen Situationen handlungsfähig bleiben – und warum ihre Stimme oft ihr stärkstes Werkzeug ist.
Am 22. November haben die Gleichstellungsstelle Pforzheim und das Mädchenbildungszentrum einen Selbstbehauptungskurs für Mädchen im Alter von 14 bis 15 Jahren organisiert – anlässlich des Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen am 25. November. Acht Teilnehmerinnen nutzten die Gelegenheit, um wichtige Strategien für mehr Sicherheit in konfliktbehafteten Alltagssituationen zu erlernen.
Kursleiterin Jessica Spiertz vom Polizei-Sportverein Pforzheim griff dabei auf Erfahrungen der Jugendlichen zurück. Viele berichteten von unsicheren Momenten in öffentlichen Verkehrsmitteln, insbesondere bei abendlichen Busfahrten. Auf dieser Grundlage erarbeiteten sie gemeinsam praktische und alltagstaugliche Handlungsstrategien.
Spiertz betonte, wie bedeutsam es sei, im Bus die Nähe des Fahrpersonals zu suchen, um im Ernstfall schnell Unterstützung zu erhalten. Bei einem schlechten Gefühl könne es außerdem hilfreich sein, eine Vertrauensperson anzurufen oder aktiv andere Fahrgäste anzusprechen. Schon diese Maßnahmen wirkten oft abschreckend, erklärte die Trainerin.
Ein zentraler Aspekt des Kurses war das Erkennen und Achten auf das eigene Bauchgefühl. Jede Teilnehmerin sollte lernen, ihre persönlichen Grenzen wahrzunehmen, klar zu kommunizieren und zu verteidigen. In praktischen Übungen trainierten