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In Pforzheim wurde der international bekannte Künstler Peter Jacobi anlässlich seines Geburtstags mit einer besonderen Würdigung und einer Ausstellung im neuen Kulturraum geehrt.

Pforzheim ehrt Peter Jacobi – Ausstellung würdigt das Werk eines bedeutenden Künstlers

Der in Wurmberg lebende Künstler Peter Jacobi, geboren am 11. November 1935 im rumänischen Ploiești, gehört seit Jahrzehnten zu den prägenden Stimmen der Kunstwelt weit über Pforzheims Grenzen hinaus. Als Bildhauer, Fotograf und Lehrer widmet er sich Themen, die zu den großen Konstanten menschlicher Existexistenz gehören: Zeit, Erinnerung, Vergänglichkeit und den Folgen des Zweiten Weltkriegs.

Sein Werk zeichnet sich durch klare ästhetische Linien, sorgfältig ausgewählte Materialien und eine eindrucksvolle Ausdruckskraft aus. Es regt zum Nachdenken an und fordert dazu auf, die eigene Haltung zur Geschichte zu hinterfragen.

Mahnmale, die erinnern und mahnen

Ein besonders hervorstechendes Beispiel seines Schaffens ist das Holocaust-Mahnmal in Bukarest, das heute als zentraler Erinnerungsort gilt. Auch in Pforzheim hat Jacobi Spuren hinterlassen. Das World War II Memorial vor der Stadtkirche gehört zu seinen bedeutendsten Arbeiten in der Region. Es erinnert an die Opfer des 23. Februar 1945 und zeigt eindrucksvoll, wie Zerbrechen und Wiederaufbau nebeneinanderstehen können. Die Elemente wirken instabil und doch geordnet – ein Sinnbild für die

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Mit einem feierlichen Eintrag ins Goldene Buch würdigen Pforzheim und Nevşehir ihr 25-jähriges Städtepartnerschaftsjubiläum und setzen neue Impulse für die gemeinsame Zukunft.

25 Jahre Städtepartnerschaft: Nevşehirs neuer Oberbürgermeister trägt sich ins Goldene Buch ein

Am Dienstag, 11. November, feierten Pforzheim und seine türkische Partnerstadt Nevşehir ein besonderes Jubiläum: Vor genau 25 Jahren wurde der Freundschaftsvertrag zwischen den damaligen Oberbürgermeistern Dr. Joachim Becker und Yalçın Demir unterschrieben. Aus diesem Anlass trug sich der neu gewählte Oberbürgermeister Nevşıhirs, Rasim Ari, feierlich in das Goldene Buch der Stadt ein.

Der Festakt fand in der Partnerschaftsecke des Neuen Rathauses statt und wurde von zahlreichen Gästen begleitet, darunter der türkische Generalkonsul Mahmut Niyazi Sezgin, Mitglieder des Gemeinderats sowie Vertreterinnen und Vertreter der Deutsch-Türkischen Gesellschaft und der Deutsch-Türkischen Vereinigung.

Pforzheims Oberbürgermeister Peter Boch betonte die besondere Bedeutung der engen Verbindungen:
„Deutschland und die Türkei sind eng verwoben – nicht nur diplomatisch, sondern im Alltag vieler Menschen. Städtepartnerschaften machen diese Verbindung greifbar. Sie leben von Begegnungen, gegenseitigem Respekt und echtem Miteinander.“

Als symbolisches Geschenk zum Jubiläum überreichte Oberbürgermeister Boch seinem Amtskollegen eine eigens gestaltete Jubiläumsgrafik, die beide Stadtoberhäupter zuvor unterzeichnet hatten.

Politischer Wechsel in Nevşehir bringt frischen Wind

Rasim Ari wurde im März 2024

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In Pforzheim wurde am 10. November erneut der Reichspogromnacht gedacht. Die Gedenkfeier brachte rund 100 Menschen zusammen, die gemeinsam ein Zeichen gegen Hass und für Verantwortung setzten.

Am 9. November 2025 jährte sich die Reichspogromnacht zum 87. Mal – ein Datum, das in Deutschland untrennbar mit Gewalt, Verfolgung und Zerstörung verbunden ist. Auch in Pforzheim brannten 1938 die Synagoge, jüdische Geschäfte wurden zerstört, Wohnungen geplündert und der alte jüdische Friedhof geschändet. Die Stadt und die Jüdische Gemeinde würdigten die Opfer auch in diesem Jahr mit einer gemeinsamen Gedenkveranstaltung.

Die Feierstunde fand am 10. November um 11.30 Uhr im ATRIUM des VolksbankHauses statt. Oberbürgermeister Peter Boch begrüßte rund 100 Teilnehmende und erinnerte an die Bedeutung des gemeinsamen Erinnerns: „Wir müssen die Werte, die uns tragen, immer wieder verteidigen: Menschenwürde, Freiheit, Vielfalt und Achtung. Eine offene Gesellschaft ist kein Besitz, sie ist eine Aufgabe.“ Er betonte zudem, dass Erinnerung immer Verantwortung einschließe. „Nie wieder ist kein Satz der Vergangenheit, sondern unser Versprechen an die Zukunft.“

Einen besonderen Beitrag leisteten vier Schülerinnen und Schüler des Hilda-Gymnasiums. Sie stellten ihr mehrjähriges Projekt vor: das FusionBook „Hitler nennt mich Sara“. In dieser digitalen Veröffentlichung wurden die Lebenswege vier jüdischer Hildaschülerinnen – Ida,

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Pforzheim prüft mit Rückenwind aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft eine Bewerbung als Standort für eine neue Landesuniversität. Ein erster Schulterschluss im Rathaus zeigt: Die Stadt möchte diese Chance aktiv gestalten.

Auf Einladung von Oberbürgermeister Peter Boch kamen am Donnerstag führende Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft im Pforzheimer Rathaus zusammen. Ziel des Treffens war es, das weitere Vorgehen für eine mögliche Bewerbung Pforzheims als Standort einer neuen Landesuniversität abzustimmen. Anlass ist die Überlegung des Landes Baden-Württemberg, eine zehnte Landesuniversität zu gründen.

Unter den Teilnehmenden befanden sich die Fraktionsvorsitzenden Dr. Hans-Ulrich Rülke (FDP) und Andreas Renner (CDU), die bereits einen Antrag zur Bewerbung eingebracht haben. Ebenfalls vertreten waren Prof. Dr. Ulrich Jautz, Rektor der Hochschule Pforzheim, IHK-Hauptgeschäftsführerin Tanja Traub und Philip Paschen, Mitglied der Geschäftsführung der Witzenmann GmbH.

Oberbürgermeister Boch machte im Gespräch deutlich, dass Pforzheim die Chance auf einen Universitätsstandort aktiv nutzen müsse. „Sollte Baden-Württemberg eine zehnte Landesuniversität gründen, dann gehört diese nach Pforzheim. Dazu müssen wir mit einer Stimme sprechen und breite Unterstützung aus der Stadtgesellschaft organisieren.“ Das Treffen markiere dafür einen wichtigen Auftakt.

Dr. Rülke betonte die Bedeutung eines entschlossenen Auftretens: „Wenn sich diese Chance bietet, müssen wir bereit sein. Wir dürfen nicht

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Wie bleibt Hilfe erreichbar, wenn Telefon- und Mobilfunknetze ausfallen? Pforzheim hat mit einer groß angelegten Übung gezeigt, wie Notfallmeldestellen im Ernstfall Leben schützen können.

Pforzheim trainiert den Ernstfall: Notfallmeldestellen sichern Hilfe bei Stromausfällen

Pforzheim. Was passiert, wenn bei einem längeren Stromausfall weder Mobilfunk noch Festnetz funktionieren? Damit Bürgerinnen und Bürger auch dann einen Notruf absetzen können, hat die Stadt Pforzheim ein umfassendes System an Notfallmeldestellen vorbereitet – und dieses nun in einer groß angelegten Übung getestet.

Unter der Leitung des Fachamts Feuerwehr, Bevölkerungs- und Katastrophenschutz sowie unterstützt von Einsatzkräften des DRK, des THW und dem Kreisverbindungskommando der Bundeswehr, wurden im gesamten Stadtgebiet Meldestellen aufgebaut. Diese befinden sich in Feuerwehrhäusern, Polizeirevieren und an gut erreichbaren Punkten stark frequentierter Straßen. Jede Meldestelle ist mindestens mit zwei Einsatzkräften und einem Digitalfunkgerät ausgestattet.

Fällt auch der Digitalfunk aus, können die Einsatzkräfte über Satellitenfunk und Satellitentelefonie kommunizieren und so weiterhin Notrufe an die Integrierte Leitstelle Pforzheim-Enzkreis weiterleiten. Von dort würden die Disponenten im Ernstfall die Hilfskräfte an die jeweiligen Einsatzorte entsenden.

Bereits 2023 informierte die Feuerwehr mit dem Flyer „Was tun bei Stromausfällen?“ alle Haushalte über Standorte und Vorgehen. Die Übersichtskarte ist auch online verfügbar unter www.buergergis.pforzheim.de.

Große Übung mit 80 Einsatzkräften

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