Birkenfeld im Enzkreis: Entwicklung von der Siedlung zur Gemeinde
Birkenfeld blickt auf eine über 2.400 Jahre alte Siedlungsgeschichte zurück und entwickelte sich vom Bauerndorf zu einem Wohn- und Gewerbestandort am Rand des Nordschwarzwalds.
Birkenfeld ist eine Gemeinde im Enzkreis in Baden-Württemberg und grenzt unmittelbar an die Stadt Pforzheim. Die erste nachweisbare Besiedlung auf der heutigen Gemarkung reicht bis etwa 400 v. Chr. zurück und ist durch Gräberfunde keltischen Ursprungs belegt. Ab etwa 100 n. Chr. gehörte das Gebiet zum römischen Herrschaftsbereich. In dieser Zeit entstand ein römischer Gutshof im Bereich der heutigen Kreuzstraße.
Seit etwa dem Jahr 500 ist eine dauerhafte Besiedlung durch Germanen nachweisbar, zunächst durch Alemannen, später durch Franken. Die erste gesicherte urkundliche Erwähnung Birkenfelds stammt aus dem Jahr 1302. Bereits 1322 wurde der Ort württembergisch. Im selben Jahr ist auch eine Mühle belegt, was auf eine gewisse wirtschaftliche Bedeutung hinweist.
Kirchlich war Birkenfeld bis 1490 der Pfarrei Brötzingen zugeordnet. Mit der Erhebung zur eigenen Pfarrei entstand eine neue Kirche. Im Jahr 1534 wurde der Ort im Zuge der württembergischen Reformation evangelisch. Eine erste Schule ist ab 1566 belegt, das noch heute erhaltene historische Rathaus wurde 1584 errichtet.
Der Dreißigjährige Krieg führte nicht zur Zerstörung des Ortes, jedoch zu mehrfachen Plünderungen und einem